Müngstener Brücke: Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke (Solingen)

von / Dienstag, 01 Juli 2014 / Veröffentlicht inAllgemein, Ausflugsziele

Die Müngstener Brücke ist mit einer Höhe von 107 Metern Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke und hat eine Länge von ca. 500 Metern, der Bogen hat eine Spannweite von 170 Metern und ca. 950 000 Nieten wurden eingeschlagen.

Den Namen hat Sie von der Ortschaft Müngsten, da Sie bei dieser Solinger Ortsschaft einen Taleinschntt überbrückt.

Die Müngstener Brücke wurde am 15. Juli 1897 dem Verkehr übergeben und galt dabei als technischess Wunderwerk. Der Entwurf und die Montage war bahnbrechend, innovativ und zukunfsweisend: Trotz der gigantischen Masse schwingt sich die Brücke locker und leicht von einer Talseite zur anderen.

Geplant wurde die Müngstener Brücke als wichtige neue Verkehrsstrecke um den Schienenweg zwischen den beiden benachbarten Städten Remscheid und Solingen von ca. 44 auf 8 Kilometer zu verkürzen.

Die Müngstener Brücke wurde von den Städten Solingen und Remscheid angeregt und die Pläne reichen bis in die achziger Jahre des 19 Jhd. zurück. Die Städte Solingen und Remscheid übernahmen auch den größten Teil der Baukosten in Höhe von ca. 1,3 Millionen Mark von insgesamt geplanten 1,6 Millionen Mark. Am Ende betrugen die tatsächlichen Gesamtkosten jedoch 2,64 Millionen Mark.

Am 26. Februar 1894 konnte mit der Bau der Müngstener Brücke begonnen werden und die ersten Spatenstiche wurden vollzogen, nachdem allerdings bereits vorher die Bergkronen beiderseits des Tales eingekerbt und Transportgleise verlegt wurden. Auch eine eine kleine Behelfsbrücke wurde bereits über die Wupper errichtet um Material und Arbeiter von der einen zur anderen Talseite transportieren zu können. Den Zuschlag für den Bau der Brücke hatte übrigens die Maschinenbau AG Nürnberg (M.A.N) erhalten. Im ersten wirklichen Schritt wurden dann zunächst die sechs tragenden Pfeiler aufgebaut, dann wurde von beiden Talseiten aus die eigentliche Brücke milimetergenau vorangetrieben und zum Schluß wurde Ende 1895 der Bogen gebaut.

Am 22.März 1897 fand das feierliche Richtfest statt und am 3. Juli 1897 überquerte der erste Zug die Müngstener Brück und die Wupper: Nicht ganz ohne das Zittern der Ingenieure, den Computerberechnungen und -Simulationen zur Statik gab es damals noch nicht. Aber die Berechnungen stimmten alle und bis heute hat die Brücke gehalten 😉 Am 15. Juli 1897 wurde, wie bereits geschrieben, wurde die Brücke dann dem Verkehr übergeben.

Und kein großes Bauwerk ist ohne Gerücht: Der Legende nach soll bei den ca 950.000 Nieten eine goldene Niete verwendet worden sein – die bis heute aber nicht gefunden wurde…

Unser Ausflugstip:

Besuchen Sie die Müngstener Brücke am besten an einem schönen sonnigen Tag im Frühjahr, Sommer oder Herbsttag und genießen Sie dabei die herrliche Umgebung mit einer Wanderung, und vom Bahnhof Schaberg aus lohnt sich eine Fahrt mit der Bahn über die Brücke. Und im Anschluß besuchen Sie noch optional andere Attraktionen im Bergischen Land und Solingen, wie zum Beispiel das Ausflugsziel Schloß Burg (per Wanderung ca. 80-90 Minuten von der Müngstener Brücke entfernt !). Für das leibliche Wohl sorgen dann unsere Mitgliedsbetriebe „Gaststätte Rüdenstein“ und „Haus Sonneneck“ , beide aus Solingen, gerne.

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